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20 mai 2001 7 20 /05 /mai /2001 07:50

 

DSC0548Begrüßung

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Rips, meine

sehr geehrten Damen und Herren, liebe Kinder + Jugendliche!

20 Jahre – eigentlich doch noch ganz jung an Jahren. Aber wenn ich mich und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Arbeitskreise ansehe, dann sind wir nicht mehr so ganz jung.

Aber 20 Jahre gemeinsames Tun, gemeinsames Engagement das hat uns jung gehalten und auf unserem Lebensweg sehr verbunden.

Wir freuen uns  heute hier in der Radmacherstraße so viele Menschen aus vielen unterschiedlichen Nationen begrüßen zu dürfen. Viele von Ihnen unterstützten oder unterstützen noch die Arbeit der Arbeitskreise. Vor 20 Jahren waren wir angetreten nicht die Welt zu retten: aber Menschen aus anderen Ländern und Kulturen, die ihre Heimat aus unterschiedlichen Gründen verlassen mussten, hier in Erftstadt gastfreundlich aufzunehmen. Diese Menschen hatten z.T. ihre Familien  ihre Häuser, ihr Hab und Gut verlassen und sich auf eine beschwerliche Flucht gemacht. Oft flohen sie aus politischen oder religiösen Gründen oder aus Kriegsgebieten wir Kurdistan, Kongo oder dem ehemaligen Jugoslawien. Nach dem ersten Aufenthalt im Großlager Unna Massen oder Friedland wurden die Flüchtlinge dann auf die Kommunen verteilt. Und so kamen sie hier an mit ein paar Habseligkeiten, ohne die Sprache zu kennen ohne je etwas über die deutsche Kultur erfahren zu haben. Fremde! Die ökumenischen Arbeitskreise Flüchtlingshilfe und Pro Asyl haben sich damals 1991 als sehr viele Flüchtlinge nach Erftstadt kamen mit dem Ziel  gegründet Flüchtlingen in Erftstadt wilkommen zu heißen Ihnen eine Stimme zu verleihen und ihre Rechte zu verteidigen. Mit der Aushöhlung des Grundrechts auf Asyl im Jahr 1993 wurde ein Bleiberecht in Deutschland fast unmöglich und das politische Klima änderte sich in Deutschland. Sprüche wie Ausländer raus wurden an die Wände gesprayt und massive Fremdenfeindlichkeit machte sich breit. Auch hier in Erftstadt bekamen wir das zu spüren. All das hat uns nicht abgeschreckt, wir stellten uns auf die Seite der Flüchtlinge und lebten mit ihnen den Alltag.  Ach was haben wir alles gemacht und organisiert:

Deutschkurse für ausländische Mitbürger, Begleitung bei Behördengängen, Arzt- oder Krankenhausbesuchen, Übersetzungen, Hausaufgabenhilfe, Frauenkreise, Demonstrationen

ausgerichtet oder daran teilgenommen, Öffentlichkeitsarbeit gegen Fremdenfeindlichkeit und

Rassismus geleistet und viel Zeit für Gespräche mit den Menschen über ihre Probleme und Nöte. Es wurden auch viele Feste gefeiert, Feste der Kulturen, Hennafeste, Geburtstags- und Hochzeitsfeste. In den 20 Jahren unserer Arbeit bauten wir  persönliche Kontakte auf und aus Fremden wurden Freunde.

Manchmal gab es natürlich auch Ärger und Streit eben wie in richtigen großen Familien, manchmal erkannten wir dass der Ärger damit zusammenhing, dass es kulturelle Unterschiede und ein „Anderssein“ gab und gibt und das wir und unsere ausländischen Mitbürger lernen mussten  dies zu akzeptieren und zu verstehen.  Rückblickend können wir sagen, dass wir in den 20 Jahren der ehrenamtlichen Arbeit vieles Neues kennen gelernt haben und viele Erfahrungen sammeln konnten. Diese Erfahrungen, die wir machen durften haben uns geprägt und uns unseren Horizont erweitert. Allerdings hätten wir diese Arbeit  über eine so lange Zeit  nicht leisten können, wenn wir nicht die volle Unterstützung unserer Kirchengemeinden gehabt hätten. Dafür möchten wir jetzt und hier bei den Vertreterinnen und Vertretern der Gemeinden aus Lechenich und Liblar ganz herzlich bedanken. Ein großer Dank gilt aber auch der Verwaltung und dem Rat der Stadt Erftstadt.

Sicher waren wir manches Mal unbequem und sehr fordernd aber im Laufe der Zeit hat sich eine hervorragende Zusammenarbeit entwickelt und wir fühlen uns akzeptiert und ernst genommen in unserer Arbeit. Ich könnte jetzt eine Unmenge von Namen benennen, denen unser Dank gebührt aber ich denke auch im Namen der Migranten möchten wir uns von ganzem Herzen für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Integrationsbeauftragten der Stadt Erftstadt, Frau Sandy Auert und Herrn Ilias Papapostolou

bedanken!

Zum Schluss möchte ich an den Spruch von Roman Herzog erinnern: Wir müssen keine perfekte Helden sein, aber wir haben die Pflicht zu handeln, selbst wenn es scheint, dass wir mit einem Löffel den Ozean auslöffeln. Also meine Damen und Herren löffeln Sie mit und wir wünschen Ihnen heute hier und heute ein wunderschönes Fest mit vielen interessanten Begegnungen.

Helga Berbuir

 

 

En français :

Monsieur le Maire, Dr. Rips

Mesdames, Messieurs, chers enfants,

A vingt ans on est encore jeune, n’est-ce pas ? Mais mes collaboratrices et moi nous ne nous sentons plus très jeunes. Mais travailler et s’engager ensemble pendant 20 ans crée des liens et garde jeune.

Aujourd’hui nous sommes très heureuses de pouvoir accueillir beaucoup de personnes des pays différents dans la rue Rademacher à Erftstadt. Beaucoup d’entre eux nous ont soutenu et nous soutiennent encore notre engagement dans les cercles de travail œcuméniques. Au commencement de notre travail il y a 20 ans, nous n’avons pas l’intention de sauver le monde : mais nous avons essayé d’accueillir des hommes étrangers des pays et des cultures différents qui ont été obligés de quitter leurs pays natals par des raisons diverses. Ces hommes ont quitté leurs familles, leurs maisons, tous leurs biens et ont été en fuite par des raisons politiques ou religieuses ou des centres de guerre comme le Kurdistan, Kongo ou l’ancien Yougoslavie.  Nous avons voulu  leur  dire la   bienvenue, leur donner une voix et de défendre leur droits. En 1991 une nouvelle loi a rendu très difficile d’acquérir le droit de demeurer en Allemagne et le climat est devenu xénophobe même ici à Erftstadt. Cela nous ne nous empêchait pas de nous mettre du côté des demandeurs d’asile et des refugiés.

Nous avons organisé des cours de langue allemand, des manifestations, des accompagnateurs/trices pour la Préfecture de la Police, au bureau de l’administration, chez le médecin, à l’hôpital, des traductions, des relations publiques contre le racisme, et nous avons passé beaucoup de temps avec des entretiens et des conversations concernant leurs problèmes et leur peur. Nous avons aussi fêté leurs fêtes traditionnelles, culturelles, anniversaire et mariages… et en 20 ans des étrangers sont devenu nos amis.  

Naturellement il y avait aussi des malentendus, des différences et des disputes comme dans chaque grande famille. Il fallait avec patience apprendre et accepter mutuellement nos cultures différentes. Rétrospectivement nous pouvons dire que notre travail bénévole nous a apporté une richesse d’expérience et nous avons appris beaucoup de choses nouvelles et notre horizon est devenu plus large. Il faut dire que nous n’aurions pas pu  faire ce travail pour une si longue période sans aide importante des paroisses catholiques et protestantes de notre ville. Nous voudrions leur dire un très grand merci, ainsi qu’à l’administration et le conseil de la ville d’Erftstadt. Notre collaboration n’était surement pas toujours facile mais nous avons eu le sentiment que  notre engagement a été pris au sérieux. Je pourrais nommer d’innombrables personnes pour leur remercier mais je me contente de remercier de tout cœur les délégués de la ville d’Erftstadt, Mme Sandy Auert  et M. Papapostolou.

Je veux terminer avec une phrase de Roman Herzog, ancien Président : Il ne nous  faut pas être des héros parfaits, mais nous sommes obligés d’agir même s’il nous semble de vider l’océan à la cuillère.

Je vous souhaite une belle fête et de belles rencontres.

Helga Berbuir

 

 

 

The Mayor, Dr.Rips

Ladies and Gentlemen, and dear Children,

At 20 years we are still young, aren’t we? But my collaborators and I feel less young. Engaging and working together for 20 years, we have created networks that keep us young!

Today, we are very happy to welcome and accommodate people from different countries and cultures in Rademacher in Erfstadt. Many among you have supported and continue to support our ecumenical working groups. At the beginning of our work 20 years ago, we did not have the intention of saving the World, but tried we tried to welcome men and women from foreign countries, with different cultures, who for diverse reasons were forced to flee from their countries. These men and women had to leave behind their families, their homes, their belongings, for political and religious reasons or war ravaged situations such as in Kurdistan, Congo, former Yugoslavia. We simply wanted to tell them all “Welcome, to give them a voice and to defend their rights. In 1991 a new law was adopted, which made it difficult to obtain residence in Germany and a climate of xenophobia reined even here in Erfstadt. However, these changes did not stop us from taking sides with the asylum seekers and refugees.

We organized German language courses, demonstrations, assistants and mediators for Administrative processes, consultations with doctors, hospitals visits, translations, public relations in the fight against racism, and we invested a lot of time in listening, and conversations about different problems and fear of the new arrivals. But we also celebrated together traditional feast days, cultures, birthdays and wedding anniversaries. In 20 years the foreigners have become our friends!

Naturally there were some misunderstandings, differences, and quarrels as in any big family. Patience, openness and mutual acceptance of cultural differences helped us to overcome them. Looking back, we can say that our voluntary work has enriched our experiences, we have learned a lot of new things, and our scope was enlarged. We must say that we could not have achieved these positive results without the help of the catholic and protestant parishes in our town. We wish to thank them, as well as the city council and administration of Erfstadt. Our triangular collaboration was not always easy but we felt that our engagement with the asylum seekers and refugees was taken seriously.

I would have liked to acknowledge and thank many people, but allow me to mention only a few of my colleagues from the municipality of Erfstadt, Ms Sandy Auert and Mr. Papapostolou.

I would like to end my speech with a citation from Roman Herzog, former President who once said, “We are not called to be perfect heroes, but we are obliged to act even when it appears that we are emptying the ocean with a spoon”

I wish you all a happy celebrations and pleasant meeting!

Helga Berbuir

 

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Erftstadt, 20.09.2011

Begegnungsfest zum 20-jährigen Bestehen der ökumenischen Arbeitskreise Flüchtlingshilfe und Pro Asyl am 17.09.2011 im Übergangsheim Radmacherstr. 50 unter dem Motto "Wir schließen uns an. Kultur gemeinsam leben"

Liebe Freundinnen und Freunde, 
die ökumenische Arbeitskreise Flüchlings- und Aussiedlerhilfe Liblar, Pro Asyl Lechenich und der Fachdienst Migration und Integration der Stadt Erftstadt bedanken sich an alle Helferinnen und Helfer, an alle Bewohner und "Ehemaligen" des Übergangsheimes Radmacherstr. 50 sowie an alle Gäste der Veranstaltung für die großartige Unterstützung für ein fröhliches und gelungenes Begegnungsfest. 

 

 

 

 

Chers amis,

 

Fête pour le Jubilé des 20 ans des cercles de travail œcuménique : aide aux réfugiés, aux demandeurs d’asile….

Nos cercles de travail œcuménique pour des refugiés, des rapatriés et PRO ASYL et le ressort pour migration et intégration de la ville d’Erftstadt voudraient remercier toutes les personnes qui ont aidé, aussi les habitants actuels et « anciens » des habitations de transition Rademacherstr.50 ainsi que tous les visiteurs pour une fête de rencontre gaie et bien reussie.

 

 

DSC0589.jpg

 


 

 

 

Les photos de la fête :

 

 

 

 

Et aussi

La fête comme si vous y étiez : cliquer sur  4 vidéos

 

 


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